Der Leitfaden für Kunstfotos: Wir zeigen Ihnen, wie Sie Ihre Kunstwerke fotografieren

Mit unserer Erfahrung in der Kunstwelt haben wir schon alles gesehen. Eine Sache, auf die wir häufig stoßen, sind schreckliche Kunstfotos im Internet. Wir fragen uns, ob die Künstler wirklich glauben, wie wichtig es ist, ihre Werke in gutem Licht zu fotografieren! Genau das wollen wir Ihnen heute sagen und zeigen. Die Art und Weise, wie Sie Ihre Werke präsentieren, ist fast so wichtig wie die Kunst selbst. Damit Ihre Bilder so gut wie möglich aussehen, haben wir einen Leitfaden verfasst, in dem alles genau beschrieben ist! Hier sind unsere Tipps, die Sie berücksichtigen sollten:

  • Fotografieren Sie Ihr Kunstwerk vor attraktiven Hintergründen. Orte, Einstellungen und Umgebungen, die vom Werk ablenken, sollten vermieden werden. Zeigen Sie es z. B. auf dem Boden liegend, auf Möbeln ruhend, an die Wand gelehnt oder in anderen chaotischen oder ungünstigen Situationen. Sie wollen, dass die Leute merken, wie viel Ihnen an Ihrem Werk liegt und wie es präsentiert wird. Es ist wichtig, wo und wie Sie sie ausstellen. Und noch viel wichtiger ist, wie gut Sie sie präsentieren.

  • Fotos sollten immer mit einer Auflösung aufgenommen werden, die es dem Betrachter ermöglicht, wichtige Details zu erkennen. Bilder mit niedriger Auflösung, die unscharf oder pixelig sind, wirken nicht ansprechend. Manche Künstler tun dies absichtlich, um ihr Werk zu “schützen”, aber die Betrachter werden in der Regel weitergehen, wenn sie keine gute Vorstellung davon bekommen, wie es aussieht.

  • Achten Sie besonders darauf, wie der Raum beleuchtet ist. Es sollte keine zu dunklen oder zu hellen Stellen auf den Oberflächen geben. Wenn Ihr Kunstwerk strukturiert ist, sollten Sie es so beleuchten, dass die Textur erkennbar ist. Achten Sie beim Fotografieren in Innenräumen auf Sonneneinstrahlung oder Schatten, die Elemente der Komposition verdecken oder zu nahe an ihnen liegen können. Wenn Sie Ihren Blitz direkt auf das Gemälde richten, erhalten Sie blendende weiße Flecken, Blendung, Reflexionen und sogar Verbrennungen. Es ist ratsam, auf dem Weg Probeaufnahmen zu machen, um sicherzustellen, dass die Beleuchtung optimal ist.

  • Verwenden Sie bei Bedarf ein Stativ, um Ihr Telefon oder Ihre Kamera während der Aufnahme stabil zu halten. Unschärfe oder Bewegungseffekte sind kein Thema mehr.

  • Beschränken Sie Ihr Auftreten auf ein Minimum, auch wenn Sie noch so gerne mit Ihrer Kunst posieren. Die Leute werden sich fragen, ob Ihre Fotos von Ihnen oder Ihrer Arbeit handeln, je mehr Sie sich selbst in die Bilder einbringen. Es kann von der Kunst ablenken, wenn zu viel von Ihnen zu sehen ist.

  • Nahaufnahmen sollten häufiger verwendet werden, wenn Ihr Kunstwerk viele Details enthält. Mit guten Nahaufnahmen können die Leute Ihr Talent für Details und die Komplexität Ihrer Arbeit erkennen. Bei der Arbeit mit Nahaufnahmen können Sie gewöhnliche Gegenstände wie eine Bleistiftspitze oder eine Pinselspitze verwenden, um die Details zu verbessern.

  • Sie sind nicht verpflichtet, Ihre Fotos mit einem Urheberrechtsvermerk zu versehen. Der Urheberrechtsschutz wird sofort auf Ihr Werk angewandt.

  • Halten Sie das Kunstwerk von Fenstern oder anderen hellen Lichtquellen fern, die mit ihm konkurrieren und von ihm ablenken könnten.

  • Korrigieren Sie bei Bedarf die Farben der Fotos. Sie möchten, dass Ihr Werk auf den Bildern möglichst genau so aussieht wie in natura.

  • Fotografieren Sie Ihr Kunstwerk gerade von vorne, nicht von der Seite, von oben oder von unten. Die Form des Bildes wird verzerrt, wenn es aus einem bestimmten Winkel aufgenommen wird. Je stärker die Verzerrung ist, desto größer ist der Winkel.

  • Achten Sie immer darauf, dass Ihr Kunstwerk auf Ihren Fotos genauso gut aussieht wie in einer Galerie. Perfekt aufgehängte oder positionierte Kunstwerke zeigen, dass Sie sich kümmern; schief oder hastig aufgehängte oder positionierte Kunstwerke zeigen, dass Sie sich nicht kümmern.

  • Wenn Sie im Freien fotografieren, achten Sie darauf, dass Ihr Kunstwerk im Mittelpunkt steht und sich von der Umgebung abhebt. Schöne Hintergründe können manchmal mit dem Kunstwerk um Aufmerksamkeit ringen und so vom Seherlebnis ablenken.

  • Bei der Aufnahme von Kunstwerken mit glänzender Oberfläche oder hinter Glas gerahmten Bildern sollten Sie auf Spiegelungen achten. Die Beseitigung von Bildfehlern kann zwar einige Zeit in Anspruch nehmen, aber das Endergebnis ist die Mühe allemal wert.

  • Zeigen Sie immer das gesamte Kunstwerk, egal ob es sich um Fotos für soziale Medien oder um Miniaturbilder für Ihre Website handelt. Wenn Sie rechteckige Kompositionen z. B. auf quadratische Formen zuschneiden, könnten die Leute fälschlicherweise glauben, dass Ihre Kunst quadratisch ist, obwohl sie es nicht ist. Das Entfernen von Teilen eines Werks zur Anpassung an ein bestimmtes Format hat fast immer negative Folgen.

  • Vermeiden Sie es, zu viele Ihrer Kunstwerke auf einem Foto zu zeigen, vor allem, wenn sie alle sehr unterschiedlich sind. Sie als Künstlerin oder Künstler wissen sehr wohl, was Sie da sehen. Die Mehrheit der Betrachter wird das jedoch nicht tun. Es ist schön, ab und zu ein mit Kunstwerken gefülltes Atelierbild zu zeigen, aber zu viele Werke, die zu häufig zusammen präsentiert werden, könnten verwirrend sein.

  • Wenn Sie einen Fehler in einem Bild Ihrer Arbeit sehen, gehen Sie es noch einmal durch, bis es perfekt ist. Wenn Sie mit einem Bild nicht zufrieden sind, ist es wahrscheinlich, dass die Leute, die es betrachten, es auch nicht sind.

Das ist unsere Anleitung zum Fotografieren Ihrer Kunstwerke! Wir hoffen, dass Sie diese Tipps hilfreich fanden, um Ihr eigenes künstlerisches Profil zu erstellen! Als Künstler in diesem digitalen Zeitalter ist die Art und Weise, wie Sie Ihre Werke präsentieren, sehr wichtig.

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